#5 Gisela Priggen-Nacken: Das Beste ist, wenn man etwas anschaulich machen kann.

Der Theaterplatz ist ein wichtiger Knotenpunkt in Aachen. An ihm lässt sich zeigen, was möglich ist.

Gisela Nacken hat schon 2002 darüber nachgedacht den Theaterplatz mal anders zu nutzen. Als ehemalige technische Dezernentin hatte sie die Entwicklungen angestoßen, die heute im öffentlichen Raum zu sehen sind. Mit einer ersten Intervention 2019 wurden Grundlagen für die heutigen Entwicklungen geschaffen. Frau Nacken ist der Meinung, dass Anhand von solchen Reallaboren, Veränderungen vorgelebt werden können. Denn, obwohl es Vorbehalte gegenüber einer geänderten Verkehrsführung gab, erzählt Sie von dem positiven Feedback nach der ersten Intervention am Theaterplatz. Als engagierte Bürgerin und Teil der Initiative, die sich für den Theaterplatz eingesetzt hat, ist sie dem Thema der Mobilität im Zusammenhang der zukünftigen Gestaltung, sehr verbunden. Für sie hat sich die Frage gestellt, wie der Platz mehr Lebensqualität bekommen kann. Hinweise für die zukünftige Gestaltung, lassen sich ihrer Meinung nach aus der Vergangenheit und der Historie des Platzes ziehen. Zu Beginn der Corona-Pandemie, hat sie beobachtet, wie wichtig das Rad geworden ist und wie lebenswert die Städte durch die vermehrte Nutzung von Fahrrädern geworden sind.

„[…]  man setzt sich auf den Stuhl, man erlebt den Raum, erlebt die Ruhe direkt neben dem Theater,[…]. Deswegen sind Reallabore aus meiner Sicht eine tolle Sache. […]“

 

Disclaimer:

In Kooperation mit der RWTH sollte gemeinsam ein Seminar mit Studierenden begleitet werden, in dem das Thema eine räumliche Intervention am Theaterplatz gewesen wäre. Baukultur Nordrhein-Westfalen hätte seine eigene Perspektive gerne eingebracht und mit Dozent*innen und Studierenden über die Methode der Intervention diskutiert. Es sollte mit lokalen Akteur*innen und Stadtmacher*innen aus ganz Deutschland über den Theaterplatz gesprochen werden, um sich so auf eine stadträumliche Intervention vorzubereiten. Da nun ein Austausch vor Ort ausgeschlossen war, haben wir uns dazu entschieden, die baukulturelle Perspektive mit kurzen Audio-Reportagen den Studierenden und der Stadtgesellschaft Aachen zur Verfügung zu stellen. Sie sollen zur Inspiration, aber auch als Diskussionsgrundlage dienen.

Fotos: Gisela Priggen-Nacken