#4 KOLLEKTIV RAUMSTATION Berlin & Wien: Mit Sekt ködern

Nicht auf Veränderungen warten

Als Überschrift auf ihrer Website steht geschrieben: „Wir wollen nicht darauf warten, dass sich die Stadt von allein verändert – wir wollen es selbst machen.“ Mit diesem Credo sind die Kollektivist*innen seit 2013 in Weimar und später in Berlin sowie Wien unterwegs.  Mit sehr viel Lust am städtischen Raum und der Diskussion über diesen möchten sie studentische Visionen in der Stadt und auf dem Land verwirklichen.

Mit Nija und Gunnar von der Raumstation Berlin und Wien haben wir darüber geredet, was gute Kommunikation und Interventionen gemeinsam haben. Und wieso Werteverständnisse über den Raum und über das kollektive Handeln gemeinsam geschaffen werden sollten. Ein Aspekt des partizipativen Charakters ihrer Interventionen ist dabei nicht in erster Linie die Gestaltung des Raums, sondern die „Ertastung“ der räumlichen Gegebenheiten. So haben sie mit ihrem Verkehrsinsel-Ressort in Wien Menschen auf einer Verkehrsinsel mit Sekt begrüßt, um zu zeigen, dass die Elemente einer autogerechten Stadt für Fußgänger eine erhebliche Barriere bilden.

„[…]Was ist dieser Raum eigentlich? Was ist das Thema mit dem wir uns beschäftigen? Und diese Art und Weise, wie wir Interventionen machen, sind spielerische Anlässe um mit Menschen ins Gespräch zu kommen. […]“

Weitere Infos:

KOLLEKTIV RAUMSTATION

 

Disclaimer:

In Kooperation mit der RWTH sollte gemeinsam ein Seminar mit Studierenden begleitet werden, in dem das Thema eine räumliche Intervention am Theaterplatz gewesen wäre. Baukultur Nordrhein-Westfalen hätte seine eigene Perspektive gerne eingebracht und mit Dozent*innen und Studierenden über die Methode der Intervention diskutiert. Es sollte mit lokalen Akteur*innen und Stadtmacher*innen aus ganz Deutschland über den Theaterplatz gesprochen werden, um sich so auf eine stadträumliche Intervention vorzubereiten. Da nun ein Austausch vor Ort ausgeschlossen war, haben wir uns dazu entschieden, die baukulturelle Perspektive mit kurzen Audio-Reportagen den Studierenden und der Stadtgesellschaft Aachen zur Verfügung zu stellen. Sie sollen zur Inspiration dienen aber auch als Diskussionsgrundlage.

Eindrücke von den Interventionen des Kollektivs. Unter anderem das Verkehrsinsel Ressort in Wien und die Zitronenpresse in Gera Fotos: kollektiv raumstation