#1 Michael Schmitz-Aufterbeck: Theater Aachen

Was kann dieser Platz für die Stadt leisten?

Michael Schmitz-Aufterbeck ist seit 2005 Generalintendant an dem Theater in Aachen. Als Anlieger hat er sehr konkrete Meinungen zum Theaterplatz und ist gespannt auf die Diskussionen rund um die Gestaltung des Theaterplatzes. Das Theater ist auf mehrfache Weise durch die Gestaltung des Platzes beeinflusst. Die Insellage und die knappen räumlichen Kapazitäten des Theaters selbst fordern den Künstler*innen eine hohe Flexibilität ab, das kleine Fassungsvermögen auszunutzen. Auch die imposante Front des Theaters geht aufgrund der städtebaulichen Situation unter. Und noch mehr: Die Gestaltung und das Umfeld des Platzes laden nicht zum Verweilen ein. Der Platz ist als Transitraum charakterisiert, und die Fußwegeverbindung erfolgt so, dass die architektonischen Aspekte des Theaters häufig nicht bewusste wahrgenommen werden.

„[…] das ist ein entscheidender Punkt, an dem man jetzt ansetzen kann, ansetzen muss und versuchen muss, sich Gedanken zu machen, was kann so ein Platz leisten […]“

Michael Schmitz-Aufterbeck würde gerne über die Bedeutung des öffentlichen Raums und die Stadt im Allgemeinen diskutieren. Die Situation bezüglich der Corona-Pandemie hat verdeutlicht, wie groß die Bedeutung des öffentlichen Raumes ist. Er setzt große Hoffnung in die Umgestaltung des Platzes.

Foto: Jörg Hempel

Disclaimer:

In Kooperation mit der RWTH sollte gemeinsam ein Seminar mit Studierenden begleitet werden, in dem das Thema eine räumliche Intervention am Theaterplatz gewesen wäre. Baukultur NRW hätte seine eigene Perspektive gerne eingebracht und mit Dozent*innen und Studierenden über die Methode der Intervention diskutiert. Es sollte mit lokalen Akteur*innen und Stadtmacher*innen aus ganz Deutschland über den Theaterplatz gesprochen werden, um sich so auf eine stadträumliche Intervention vorzubereiten. Da nun ein Austausch vor Ort ausgeschlossen war, haben wir uns dazu entschieden, die baukulturelle Perspektive mit kurzen Audio-Reportagen den Studierenden und der Stadtgesellschaft Aachen zur Verfügung zu stellen. Sie sollen zur Inspiration, aber auch als Diskussionsgrundlage dienen.